Griechenland - Informationen
zu den Buchstaben A und B

Anreise:

Die bequemste Anreisemöglichkeit ist mit dem Flugzeug. Von jedem größeren Flughafen in Deutschland werden die bekanntesten Ferienziele in Griechenland mit Charterflugzeugen angeflogen (z.B. Korfu, Kreta, Rhodos und Chalkidiki). Bei anderen Zielen in Griechenland ist die Auswahl nicht ganz so groß. Mittlerweile werden die bekanntesten Ziele auch von vielen kleineren Flughäfen angeflogen - z.B. Bremen, Erfurt, Friedrichshafen, Hof, Karlsruhe, Lübeck, Nürnberg, Paderborn und Saarbrücken. Also eine weite Anreise zum nächstgelegenen Flughafen, von dem man aus nach Griechenland fliegen kann, gehört der Vergangenheit an. Von mehreren Flughäfen gibt es auch Linienflüge nach Griechenland, die aber fast ausschließlich nach Athen gehen - bis auf wenige Flüge mit Ziel Thessaloniki und Heraklion (Kreta). Die reine Flugzeit liegt zwischen ca. 2:15 und 4:00 Stunden (je nach Abflughafen und Ziel). Die Charterflüge beginnen meist im April und gehen überwiegend bis Ende Oktober.

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Eine weitere Anreisemöglichkeit ist mit dem eigenen PKW oder Wohnmobil. Diese Anreisemöglichkeit nimmt jedoch wesentlich mehr Zeit in Anspruch und lohnt sich nur bei einem längeren Aufenthalt, denn für die An- und Rückreise muss man zusammen mindestens 4, meist aber 6 Tage einplanen. Dabei ist die Anreise über die Bundesrepublik Jugoslawien nicht empfehlenswert, zumal auch nicht unerhebliche zusätzliche Kosten anfallen (besonders in der Bundesrepublik Jugoslawien: Straßenbenutzungsgebühr, zusätzliche Vollkaskoversicherung, da die grüne Versicherungskarte nicht anerkannt wird und Transitvisum). Auch die Anreise über Ungarn, Rumänien und Bulgarien ist wegen der sehr langen Strecke und den äußerst schlechten Straßen nicht zu empfehlen. Als einzige empfehlenswerte Anreisemöglichkeit bleibt die Fahrt über Italien. Von dort kann man mit Fähren nach Griechenland übersetzen. Fährhäfen gibt es u.a. in Venedig, Ancona, Bari und Brindisi. Zielhäfen sind meist Patras, Korfu oder Igoumenitsa. Die Überfahrt dauert - je nach Strecke - ein bis zwei Tage. Für die Fähren sollte man rechtzeitig Plätze - auch für das Fahrzeug (!) - reservieren. Der Komfort an Bord hängt von den eigenen Wünschen und dem Geldbeutel ab (man kann zwischen einem einfachen Deckplatz, einem Pullmannsitz, einer Großkabine sowie 2- und 4-Bett-Kabinen wählen). Prospekte der bekanntesten Fährlinien sollte man auch in Deutschland in einem guten Reisebüro bekommen können. Auch der ADAC gibt u.E. entsprechende Pläne heraus.

Die Anreise mit der Bahn auf der Balkanroute ist sehr umständlich und zeitaufwendig. Die Züge sind auch meist hoffnungslos überfüllt, was eine Reise schnell zur Qual werden lässt. Und für den Preis bekommt man häufig auch schon ein Flugticket. Man kann aber auch über Italien fahren und dann mit einer Fähre weiter nach Griechenland (wie mit dem Auto). In Griechenland kann man dann mit Bus und/oder Bahn weiterreisen. 

 

 

 

 

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Athen:

Die Hauptstadt Griechenlands  ist eine Stadt der Gegensätze - hektische Metropole und gleichzeitig eine Stadt mit unvergleichbaren Sehenswürdigkeiten (z.B. die Akropolis, das Nationalmuseum, die Plaka und die antike Agora). Diese Gegensätze machen aber auch den Charme der Metropole aus. Einschließlich der Außenbezirke leben hier ca. 4 Millionen Menschen - über 1/3 der Gesamtbevölkerung Griechenlands. Fast jeden Tag gibt es in der Innenstadt einen Verkehrsinfarkt. Autofahren macht hier wirklich keinen Spaß. Die Luftverschmutzung durch die Abgase ist ein weiteres Problem. Trotzdem ist Athen eine schöne Stadt, wenn man die vorgenannten Punkte mal außer Acht lässt.
Stadtbusse gibt es in Athen genug - aber als "Nicht-Athener" (und noch schlimmer als "Nicht-Grieche") ist man schnell überfordert, denn vernünftige Hinweistafeln o.ä. vermisst man häufig - und wer sich in Athen nicht auskennt, weiß mit Sicherheit nicht, welcher Bus z.B. zum Nationalmuseum fährt. Also bleibt eigentlich nur noch das Taxi, um von A nach B zu kommen. Da gibt es nur ein Problem: wo finde ich ein freies Taxi? In Athen gibt es ca. 13.000 (!) Taxis und diese gelben Fahrzeuge sind auch stets präsent - aber leider immer schon voller Fahrgäste. Es kann also zum Geduldsspiel werden, bevor man ein freies Taxi findet. Ein Tipp: Taxifahrer halten auf Handzeichen - also Arm herausstrecken und winken. Auch wenn schon ein Gast im Taxi sitzt und man will ungefähr in die gleiche Richtung, wird man mitgenommen (man zahlt aber unabhängig voneinander). Eine Taxifahrt kann zum Erlebnis werden, denn der Fahrstil kann dem Fahrgast (unabhängig von der Hitze) häufig den Schweiß auf die Stirn treiben.  Und im besten Zustand sind die Taxis auch nicht immer. Außerdem sind einige der Taxifahrer nicht für ihre Ehrlichkeit beim Fahrpreis berühmt. Mit einem Mietwagen durch Athen zu fahren, kann zur Hölle werden (wir sprechen aus eigener Erfahrung). Wer sich nur in Athen aufhalten will, sollte daher auf dieses Abenteuer verzichten. Ein Mietwagen lohnt sich nur, wenn man Ausflüge nach Außerhalb (z.B. Delphi, Kap Sounion oder Marathon) machen möchte und etwas gegen organisierte Busausflüge hat (so wie wir).


Weitere Sehenswürdigkeiten kurz vorgestellt:
Das Odeon des Herodes Attikus ist ein großes antikes Theater am Südhang der Akropolis. Es stammt aus dem 2. Jh. n.Chr. und wurde von den Römern erbaut. Die Akustik dieses Mitte des 20. Jahrhunderts restaurierten Theaters ist beeindruckend. Es bietet Platz für 5000 Zuschauer. In den Sommermonaten finden hier zahlreiche Konzerte statt.
Das
Dionysos-Theater aus dem 6. Jahrhundert vor Christi liegt ebenfalls unterhalb der Akropolis - auch im Süden, aber etwas weiter in östliche Richtung.
Der
Tempel des Olympischen Zeus liegt östlich der Akropolis direkt neben einer stark befahrenen Straße. Von den ursprünglich 104 Säulen, die 17 Meter hoch sind, stehen jetzt noch 15. Der Bau wurde 550 vor Christi begonnen, aber erst ca. 700 Jahre später vollendet.
Am
Sindagma-Platz liegt das Parlamentsgebäude, das bis 1838 der Königspalast war. Vor diesem Gebäude halten Evzonen Wache vor dem Grabmal des Unbekannten Soldaten. Evzonen gehören zur Ehrengarde des Präsidenten. Sie tragen eine traditionelle Uniform (z.B. kurzer Faltenrock, Strumpfhose und Schnabelschuhe). Stündlich erfolgen Wachablösungen, die in einer richtigen Zeremonie ablaufen. Eine Wachablösung sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Besonders schön ist es am Sonntag, wenn die Evzonen in der besonderen Feiertagsuniform Wache halten.
Vom
Lykavittos-Hügel, der etwas außerhalb des Zentrums liegt, hat man einen schönen Blick über Athen und auf die Akropolis (besonders nach Sonnenuntergang, wenn die Akropolis angeleuchtet wird). Eine Bergbahn führt unterirdisch auf den 282 Meter hohen Hügel.
Der Flohmarkt am
Monastiraki-Platz ist täglich geöffnet und bietet eine tolle Atmosphäre zwischen zahllosen Ständen mit Möbeln, Ikonen, Musikinstrumenten, alten Schallplatten, Antiquitäten usw.


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Athen & Attika
Seit der erfolgreichen Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2004 ist die Stadt in Aufbruchstimmung. Zwei hochmoderne neue Metro-Linien haben den Straßenverkehr deutlich entlastet und die Emissionen spürbar vermindert. Und sogar das Meer hat durch den Bau neuer Kläranlagen wieder an Badequalität gewonnen. Seither präsentiert sich Athen wieder als brodelnde Metropole, die mit einer Mischung aus orientalisch anmutender Basaratmosphäre und elegantem Großstadtflair fasziniert. Und das antike Athen wartet wie eh und je mit den baulichen Zeugnissen einer Jahrtausende alten Kultur auf, die die Geschichte Europas in entscheidendem Maße geprägt hat. Dirk Schönrock zeigt die vielfältigen Facetten einer Stadt zwischen Antike und Moderne und begleitet den Reisenden zu Abstechern in die Provinz Attika, die mit ihren weiten Sandstränden und hübschen Buchten schon immer zu den beliebtesten Ferienregionen Griechenlands zählt.
Aktuelle Auflage: Mai 2009.

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Pressestimmen:
"Dirk Schönrock, Autor des Führers 'Athen & Attika', leitet durch ein Labyrinth voller Gegensätze und Überraschungen, durch eine schöne Stadt mit tausend Facetten, durch Antike, Klassizismus und Moderne, durch orientalisch anmutendes Basarleben und Großstadtgewimmel. Neben praktischen Reisetipps liefert er historische Fakten und stellt lohnende Ausflugsziele in der Provinz Attika vor, einer Landschaft, die mit ihren Stränden und Buchten schon immer zu den beliebtesten Ferienregionen Griechenlands zählte."
(Die Zeit)

"Praktischer und umfassender Reiseführer mit vielen Informationen, ausführlicher Geschichtsteil, außerdem interessante Beiträge zu Spezialitäten und Kuriositäten der Region."
(Merian)

"Athen & Attika von Dirk Schönrock. Sehr ausführlich, viele Tipps."
(Stern)

Athos:

Athos wird auch als der "Heilige Berg" bezeichnet. Er liegt auf der Halbinsel Chalkidiki und dort auf dem östlichsten (äußersten) der drei "Finger". Athos ist ca. 330 qkm groß und ca. 50 km lang. Hier leben in ca. 20 Klöstern etwa 2.000 Mönche. Der Besuch der Mönchsrepublik, die einen halbautonomen Status genießt, ist nur Männern gestattet. Und auch diese müssen mindestens 21 Jahre alt sein und eine Erlaubnis haben. Dazu muss man sein spezielles Interesse für das Klosterleben, die Kultur bzw. die griechisch-orthodoxe Kirche bekunden. Es ist ratsam, sich ein Empfehlungsschreiben von der entsprechenden Botschaft in Athen oder Thessaloniki zu besorgen. Dieses Empfehlungsschreiben muss man dann beim Ministerium von Makedonien und Thrakien in Thessaloniki (Platia Dikastirion) oder dem Außenministerium in Athen (Zalokosta Str.2) vorlegen. Dort erhält man dann eine Erlaubnis für 4 Tage Aufenthalt auf Athos. Pro Tag dürfen aber maximal 10 nicht orthodoxe männliche Besucher einreisen. Einige Vorschriften müssen noch beachtet werden: dezente Kleidung (also lange Hosen und keine T-Shirts , keine Video- und Filmaufnahmen, das Fotografieren in Kirchen und das Baden in Sichtweite zu Klöstern ist verboten. Besuchenswert sind besonders das Kloster Agios Panteleimonos , welches von russischen Mönchen erbaut wurde (und auch das Erscheinungsbild sehr den russischen Einfluss erkennen lässt), das Kloster Simonos Petras, welches auf einer Klippe liegt und Moni Dionysios, welches auf einer Felsspitze im Südwesten der Halbinsel liegt.
Auf Athos legt man die Strecken zwischen den Klöstern grundsätzlich mit kleinen Schiffen, die alle wichtigen Anlegestellen anlaufen oder zu Fuß zurück. Gutes Schuhwerk ist auf den Fußwegen erforderlich. Man sollte außerdem darauf achten, dass man vor Einbruch der Dunkelheit im Kloster ist, da nach Sonnenuntergang die Türen schließen. In den meisten Klöstern wird der Besucher kostenlos schlafen und essen können. Für die Kosten aufzukommen, gleicht einer Beleidigung.
Der Berg Athos selbst ist 2.033 Meter hoch und von einem stark bewaldeten Gebiet umgeben.
Frauen (und natürlich auch Männer, die keine Aufenthaltsgenehmigung haben) bleibt nur die Möglichkeit einer Schiffstour um Athos herum. Man kann dann einige der Klöster sehen. Da die Boote aber einen Mindestabstand von 500 Metern zum Ufer einhalten müssen, ist die Mitnahme eines Fernglases empfehlenswert. Wer die wirklich schönen Klöster, die in Küstennähe liegen, fotografieren möchte, sollte einen Fotoapparat mit ausreichendem Teleobjektiv besitzen.

Attika:

Attika ist die Halbinsel südlich von Athen. Dieses Gebiet zählt zu den beliebtesten Ferienregionen Griechenlands - jedoch mehr für die Griechen, deutschsprachige Urlauber trifft man hier noch nicht so häufig an. Es ist auch das Naherholungsgebiet für die Athener. Die Strände an der Apollo-Küste sind feinsandig und ziemlich breit. Die Strände beginnen schon kurz hinter dem Flughafen von Athen und erstrecken sich über viele Kilometer. Es gibt mondäne und elegante Badeorte mit vielen noblen Hotels.

Behindertengerechter Urlaub:

Leider sind behindertengerechte Einrichtungen in Griechenland Mangelware. Besonders Mitmenschen, die an den Rollstuhl gebunden sind, werden in Griechenland auf viele Probleme stoßen. Wir haben kaum ein Hotel gesehen, dass behindertengerecht gebaut wurde (z.B. führen nur Treppen ins Hotel oder es gibt keine Türen, die automatisch öffnen). Außer in den Großstädten gibt es kaum Gehwege, die breit genug sind, dass man mit einem Rollstuhl darauf fahren kann bzw. es stehen auf den Gehwegen Bäume, die ein Vorbeikommen verhindern. Eine weitere Klippe können die zum Teil sehr hohen Bordsteine darstellen. Viele Ausgrabungsstätten und Sehenswürdigkeiten können wegen zahlreicher Treppen nicht bzw. nur mit größter Anstrengung besichtigt werden (z.B. Akropolis von Athen, Delphi, Meteora-Klöster, Mykene, Lindos auf Rhodos, Fira auf Santorin und Knossos auf Kreta). Ebenfalls sind viele Dörfer und Altstädte schwer zu besichtigen, da enge Gassen, Treppen und Kopfsteinpflaster schnell zu einem Hindernis werden können.
Wir empfehlen auf alle Fälle eine Anfrage bei der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr (die Adresse finden Sie unter dem Buchstaben "I" bei "Informationsmaterial"). Vielleicht erhalten Sie dort nähere Informationen über behindertengerechte Hotels usw.

Bevölkerung:

In Griechenland leben knapp über 10,5 Millionen Menschen. Davon leben allein ca. 3,8 Millionen Menschen im Großraum Athen. Thessaloniki hat  ca. 900.000 Einwohner. Ca. 15 % der Bevölkerung leben auf den Inseln (Kreta hat als größte Insel ca. 500.000 Bewohner). Die Bevölkerungsdichte liegt bei ca. 77 Einwohnern je qkm - in Athen sind es jedoch ca. 7.000 pro qkm. 
Ca. 5 Millionen Griechen leben im Ausland - überwiegend in den USA, Australien und Mitteleuropa.

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Rhodos, die Sonneninsel von Griechenland

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