Griechenland - Informationen
zu den Buchstaben E und F

Epidauros:

Epidauros, das Heiligtum des Asklepios,  liegt auf dem Peloponnes (ca. 30 km entfernt von der schönen Stadt Nafplion). Die antike Stätte ist von einem Pinienwald umgeben und war früher ein Kurort. Das berühmte Theater wurde im 3. Jh. v. Chr. erbaut und im 2. Jh. v. Chr. erweitert. Nach der Erweiterung hat das Theater 55 Sitzreihen und bietet Platz für ca. 13.000 Besucher. Vor der Erweiterung waren es ca. 6.000 Menschen, die Platz fanden. Das Theater liegt sehr schön am Hang des Kynortion-Berges und fügt sich in die Landschaft ein. Kein anderes Amphitheater Griechenlands ist so gut erhalten. Auch heute noch werden hier im Sommer antike Theaterstücke aufgeführt. Die Akustik ist beeindruckend - selbst in der obersten Reihe hört man noch das Anzünden eines Streichholzes auf der Bühne. 
Auf dem Weg vom Theater zu den Ausgrabungsstätten liegt das Museum von Epidauros, in dem man u.a. Skulpturen, Statuen und andere Funde von Epidauros vorfindet. 
In der Ausgrabungsstätte sind der Tempel des Asklepios (nach einer Inschrift im 4. Jh. v. Chr. erbaut) und die Tholos (ein Rundbau aus dem 4.Jh. vor Christi) besonders sehenswert. Der Tempel des Asklepios war ein dorischer Tempel mit je 6 Säulen an den Seiten und je 11 Säulen an der Front und der Rückseite. In diesem Tempel befand sich auch die Kultstatue des Asklepios. Südwestlich des Tempels wurden in nur geringer Entfernung der Tholos freigelegt, die das prachtvollste Bauwerk von Epidauros gewesen sein soll. Der Außenkreis bestand aus 26 dorischen Säulen, der innere Kreis bestand aus 14 korinthischen Säulen. Es stehen leider nur noch die Grundmauern der Tholos, von den Säulen ist leider nichts mehr erhalten geblieben.  
Die Ausgrabungsstätte ist täglich von 8:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, am Wochenende und an Feiertagen bis 15:00 Uhr.



(Das Theater von Epidauros)

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Epirus

Die Region Epirus liegt im Nordwesten Griechenlands. Hauptstadt dieser Region ist Ioannina (ca. 45.000 Einwohner). Diese Region ist sehr gebirgig und wird von dem Pindos-Gebirgszug beherrscht. An der Westküste gibt es aber auch mehrere schöne Strandabschnitte. 

Erdbeben

Griechenland ist ein Land, das häufiger von Erdbeben heimgesucht wird. Überwiegend sind es aber so schwache Beben, dass man sie selbst nicht wahrnimmt und auch keine Schäden entstehen. Leider kommt es aber manchmal auch zu stärkeren Erdbeben (wie z.B. 1999 in Athen). Jährlich werden über 6.000 Erdstöße in Griechenland von den Seismographen in Athen wahrgenommen.
Die größten Erdbeben-Katastrophen der letzten 100 Jahre:
1928 im Raum Korinth (Peloponnes)
1953 auf den südlichen Ionischen Inseln
1956 auf Santorin
1981 wieder im Raum Korinth
1986 in Kalamata (Peloponnes)
1999 in Athen

Sofern es während eines Urlaubs zu einem Erdbeben kommt und Sie sich gerade in einem Gebäude aufhalten, sollten Sie Schutz unter einem Türsturz suchen. Weitere - aber nicht ganz so effektive - Möglichkeiten: unter ein Bett oder einen Tisch legen. Wenn man sich nicht im Erdgeschoss aufhält, sollte man auf keinen Fall vom Balkon springen. Einen Fahrstuhl sollte man niemals als Fluchtweg benutzen, auch nicht, wenn das Erdbeben vorbei ist, denn Nachbeben sind nicht selten.

Essen

Grundsätzlich ist das griechische Essen durch die Verwendung von Olivenöl sehr bekömmlich. Leider haben viele Hotels ihr Essen auf die mitteleuropäische Küche umgestellt - teilweise auf Druck der Urlauber, die auch im Urlaub lieber ihre heimische Küche vorfinden möchten. Besonders bei den größeren Hotels ist dieser Trend schon ziemlich fortgeschritten. In kleineren Familienunternehmen sieht es da z.Zt. noch etwas besser aus. Wer jedoch dieses Risiko nicht eingehen möchte, bucht am besten nur ein Hotel mit Frühstück und sucht sich eine Taverne, wo es die vielen leckeren griechischen Gerichte (z.B. Auberginenauflauf, Fleischspieße, gefüllte Paprika und Tomaten, gegrillte Lammkoteletts, Lammbraten, Schafskäse, gefüllte Weinblätter, Hackfleischbällchen in Tomatensauce usw.) essen kann.
Die griechische Esskultur unterscheidet sich sehr von der unsrigen. Die Hauptmahlzeit wird abends eingenommen  - meist erst ab 21 Uhr  und zieht sich über eine längere Zeit hin, da es dem Griechen auch auf die Geselligkeit ankommt. Dabei ist es meist eine größere Runde, die zusammensitzt. Zum Anfang werden erst einmal viele Vorspeisen (Mezes) bestellt, die auf dem Tisch verteilt werden. Jeder bedient sich dann von den einzelnen Tellern mit seiner Gabel. Dabei wird dann geredet, diskutiert, getrunken und auch mal eine Zigarette geraucht. Anschließend gibt es häufig noch etwas vom Holzkohlegrill - wenn man dann überhaupt noch Hunger hat. Bezahlt wird anschließend nicht einzeln (die Griechen sagen im Scherz "es wird nicht Deutsch bezahlt"), sondern meist zahlt einer von der Tischrunde das ganze Essen. Wir haben schon häufig erlebt, dass lauthals darum gekämpft wurde, um bezahlen zu dürfen, denn Geiz will sich kein Grieche vorwerfen lassen - andere Länder, andere Sitten. Manchmal wird auch die Gesamtsumme durch die Anwesenden geteilt und jeder gibt seinen Anteil. Dabei wird aber nicht darauf geachtet, ob einer am Tisch vielleicht viel mehr gegessen und viel mehr getrunken hat - also alles sehr unkompliziert. Wir haben schon häufig in solchen gemütlichen Runden gesessen und es war immer ein Kampf, sich an den Kosten zu beteiligen. Hat man es geschafft seinen Anteil auf den Tisch zu legen, fand sich das Geld nicht selten kurze Zeit später in der Jackentasche wieder oder es wurde einem sofort wieder in die Hand gedrückt mit dem Hinweis "ihr seid unsere Gäste und außerdem seid ihr in Griechenland und nicht in Deutschland". Also haben wir uns einen Trick einfallen lassen: man tut so, als wenn man die Toilette aufsuchen will, kommt dabei "zufällig" am Wirt vorbei und zahlt dann, was am Tisch verspeist wurde. Ruft später einer der Griechen den Wirt, um zu zahlen und dieser dann mit einem Fingerzeig sagt, dass schon alles bezahlt sei, erntet man vielleicht einige "böse" Blicke, aber es wird dann meistens doch akzeptiert.
Das Essen wird in Griechenland meistens nicht heiß serviert. Das hat zwei Gründe: 1. der Geschmack des Essens kommt so besser zur Geltung und 2. ist es aus der Vergangenheit so übernommen worden, denn früher gab es in den wenigsten Häusern einen Backofen. Meist gab es im Dorf einige Gemeinschaftsbacköfen, bis man mit dem Essen dann zuhause war, war es halt nicht mehr heiß.
Der Kuchen ist in Griechenland unwahrscheinlich süß - häufig Nuss- oder Mandelkuchen mit viel Honig. Wir sind immer noch der festen Überzeugung, dass ein Stück dieses Kuchens den Tagesbedarf an Kalorien schon übersteigt.
Das Frühstück ist in Griechenland das Stiefkind, denn der Grieche selbst trinkt am Morgen meist nur seine Tasse Kaffee - mehr nicht. Für die Touristen wurde dieses "Frühstück" dann um eine Scheibe Brot oder ein Brötchen, etwas Butter, ein kleines Schälchen Marmelade und vielleicht noch ein Stück Wurst und/oder Käse erweitert. In vielen einfachen Hotels ist diese Kombination das "Standardfrühstück". In größeren Touristen-Hotels bekommt man aber schon ein gutes und reichhaltiges Frühstücks-Büffet.

Euböa

Euböa ist 3.580 qkm groß und damit die zweitgrößte Insel Griechenland. Auf ihr leben ca. 170.000 Einwohner. Die Insel liegt in direkter Nähe zum griechischen Festland (Ostküste) - an der schmalsten Stelle sind es nur 35 Meter. Hier führt auch eine Drehbrücke von der Insel auf das Festland (Region Böotien - nördlich  von Athen). Die Insel ist landschaftlich recht abwechslungsreich. Der höchste Berg ist der Dirfys mit 1.745 Metern. Touristisch geht aus auf Euböa noch sehr ruhig zu. Hauptsächlich verbringen hier zahlreiche Griechen aus dem Großraum Athen ihren Urlaub.
Es folgt eine kurze Beschreibung der wichtigsten Orte:

Neben der schon erwähnten Brücken-Verbindung gibt es auch einige Fährverbindungen zwischen dem Festland und Euböa (u.a. von Rafina nach Marmari und Karistos, von Agia Marina nach Nea Stira, von Skala Oropou nach Eretria und von Arkitsa  nach Loutra Edipsou. Von Euböa (Kimi) gibt es Fährverbindungen nach Skiros, Skiathos, Skopelos, Limnos und Kavala.

www.nix-wie-weg.de

Feiertage

Nachfolgend sind die wichtigsten Feste und Feiertage kurz aufgeführt:

Feuer / Waldbrände

Waldbrände kommen in Griechenland recht häufig vor. Sie sind besonders gefährlich, da in weiten Teilen Griechenlands im Sommer ein verhältnismäßig starker Wind weht und sich das Feuer dadurch in Verbindung mit der Trockenheit sehr schnell ausbreitet. Viele Brände entstehen durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen oder durch Glasflaschen, die bei der Sonne wie ein Brennglas wirken. Also achten Sie bitte darauf und werfen Sie keine Zigarettenkippe oder Flasche in die Natur - es wurden schon viele schöne Gebiete Opfer einer Brandkatastrophe, die bei etwas mehr Achtsamkeit hätten vermieden werden können.
Aber es soll auch zahlreiche Waldbrände durch Brandstiftungen geben, die durch Bodenspekulanten gelegt werden.

Fotografieren

In Griechenland gibt es viele tolle Fotomotive. Trotzdem sollte man einiges beachten. In der Nähe von militärischen Anlagen ist das Fotografieren verboten (meistens weisen Schilder darauf hin). 
In Museen und archäologischen Stätten ist das Fotografieren erlaubt, sofern man kein Stativ verwendet (bei Fotografen mit Stativ geht man davon aus, dass für kommerzielle Zwecke fotografiert wird). Wer ein Stativ verwenden will, muss eine extra Gebühr zahlen oder benötigt eine Genehmigung, die man in Athen erhält. In Museen ist manchmal auch die Verwendung eines Blitzlichtes verboten. Das Filmen mit einer Videokamera kostet häufig auch eine extra Gebühr. 
In Kirchen und Klöstern wird es teilweise sehr unterschiedlich gehandhabt. Manchmal war das Fotografieren und Filmen grundsätzlich verboten, teilweise durften wir ohne Blitzlicht Fotos machen. Es empfiehlt sich auf alle Fälle vorher den Popen zu fragen (bei Problemen mit der Verständigung reicht es aus, wenn man den Fotoapparat zeigt, um damit sein Anliegen verständlich zu machen. 
In der Mönchsrepublik Athos ist das Fotografieren ohne Blitz und Stativ außerhalb der Klöster erlaubt. Das Filmen ist dort grundsätzlich verboten.
Häufig findet man auch tolle Fotomotive bei einem Spaziergang - z.B. "alte Griechin sitzt vor einem schönen alten Haus". Bevor Sie auf den Auslöser drücken, sollten Sie auch hier Ihr Anliegen verständlich machen - u.E. ein Gebot der Höflichkeit (oder wie würden Sie reagieren, wenn Sie vor der Haustür sitzen und andauern Leute vorbeikommen, kurz anhalten, Sie fotografieren und dann weitergehen ohne vorher gefragt zu haben?). Sie werden es kaum erleben das ein Grieche oder eine Griechin Ihren Wunsch abschlägt.

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